Wichtige Begriffe

Die wichtigsten Begriffe von A bis Z

A

Altenheim

Altenheime sind darauf ausgerichtet, alten Menschen, die nicht mehr eigenständig in der Lage sind, ihren Haushalt zu führen, pflegerische Betreuung und hauswirtschaftliche Versorgung zu gewährleisten. Hier leben die Bewohner oft in ihren eigenen kleinen Wohnungen oder Appartements.

Ambulante Versorgung

Das Wort „ambulant” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „spazieren gehen”. Im Wortsinn ist
die ambulante Behandlung also diejenige, zu der die Patienten hingehen – im Gegensatz zur stationären
Behandlung.

Ambulanter Pflegedienst

Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige z.B. Beruf und Betreuung besser organisieren können.
Das Personal des Pflegedienstes kommt zu den Pflegebedürftigen nach Hause und hilft fach- und sachkundig bei der täglichen Pflege. Die ambulante Pflege ermöglicht Betroffenen, trotz Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

B

Begutachtungsfristen

Die gesetzlich vorgegebene Bearbeitungsfrist für Anträge auf Pflegeleistungen beträgt fünf Wochen. Bei einem Aufenthalt im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung, in einem Hospiz oder während einer ambulant-palliativen Versorgung muss die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder andere unabhängige Gutachter innerhalb einer Woche erfolgen, wenn dies zur Sicherstellung der weiteren Versorgung erforderlich ist oder die Inanspruchnahme von Pflegezeit gegenüber dem Arbeitgeber angekündigt wurde. Befindet sich der Antragsteller in häuslicher Umgebung, ohne palliativ versorgt zu werden, und wurde die Inanspruchnahme von Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz gegenüber dem Arbeitgeber angekündigt oder eine Familienpflegezeit mit dem Arbeitgeber vereinbart, gilt eine Bearbeitungsfrist von zwei Wochen.

E

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich – also 1.500 € jährlich. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags.

H

Hilfsmittel

Hilfsmittel sind Produkte, die Menschen mit Behinderung oder Erkrankung in ihrem Alltag, bei ihrer Ausbildung oder bei der Ausübung ihres Berufes unterstützen. Das geeignete Hilfsmittel zu finden und vor allem zu klären, ob die Kosten dafür übernommen werden, wirft häufig Fragen auf. Hierbei unterstützt Sie Servona sehr gerne.

HomeCare

HomeCare stellt die Versorgung mit beratungsintensiven und erklärungsbedürftigen Hilfsmitteln, Medizinprodukten, Verbandmitteln dar. Die professionelle Beratung und Begleitung durch Therapiespezialisten, das heißt durch ausgebildetes Fachpersonal mit nachgewiesenen Qualifikationen, sowohl im Rahmen einer ärztlichen ambulanten Therapie oder in häuslicher Umgebung bzw. im Pflegeheim steht dabei im Vordergrund.

Kombinationsleistung

Der Bezug von Pflegegeld und von ambulanten Pflegesachleistungen kann im Rahmen der häuslichen Pflege auch miteinander kombiniert werden (sogenannte Kombinationsleistung). Das Pflegegeld vermindert sich dann anteilig (prozentual)in dem Umfang, in dem jeweiligen Monat ambulante Pflegesachleistungen in Anspruch genommen worden sind.

Kurzzeitpflege

Viele Pflegebedürftige sind nur für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen, insbesondere zur Bewältigung von Krisensituationen bei der häuslichen Pflege oder übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Für Sie gibt es die Kurzzeitpflege in entsprechenden stationären Einrichtungen. Die Leistung der Pflegeversicherung für die Kurzzeitpflege unterscheidet sich betragsmäßig nicht nach Pflegegrad, sondern steht unabhängig von der Einstufung allen Pflegebedürftigen in gleicher Höhe zur Verfügung. Die Höhe der Leistung beträgt bis zu 1.550 € im Jahr für bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr.

M

MDK

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Im Auftrag der Pflegekassen überprüfen der MDK oder andere unabhängige Gutachter, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welche Stufe der Pflegebedürftigkeit vorliegt.

Medicproof

Als medizinischer Dienst der privaten Kranken- und Pflegeversicherungen erstellt die MEDICPROOF GmbH
Pflegegutachten. In den meisten Fällen begutachten die für MEDICPROOF tätigen Ärzte und Pflegefachkräfte, ob bei einem Antragsteller eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und welcher Pflegegrad diese zuzuordnen ist.

P

Pflegebedürftig

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer – voraussichtlich für mindestens sechs Monate – in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Pflegeberater

Diese sind in aller Regel Mitarbeiter der Pflegekassen, die über umfassendes Wissen, insbesondere im Sozial- und Sozialversicherungsrecht, verfügen.

Pflegegeld

Das Pflegegeld wird dem Betroffenen von der Pflegekasse überwiesen. Dieser kann über die Verwendung des Pflegegeldes grundsätzlich frei verfügen und kann das Pflegegeld regelmäßig an die ihn versorgenden und
betreuenden Personen als Anerkennung weitergeben.

Pflegegrad

Entsprechend des Umfangs des Hilfebedarfs werden die Pflegebedürftigen einer von fünf Pflegegraden (1, 2, 3, 4 oder 5) zugeordnet. Je nach Pflegegrad unterscheidet sich auch die Höhe der Leistungen.

Pflegestützpunkt

Pflegestützpunkte werden von den Kranken- und Pflegekassen auf Initiative eines Bundeslandes eingerichtet und bieten Hilfesuchenden Beratung und Unterstützung. Wenn Sie selbst pflegebedürftig sind oder pflegebedürftige Angehörige haben, erhalten Sie im Pflegestützpunkt alle wichtigen Informationen, Antragsformulare und konkrete Hilfestellungen. In den Pflegestützpunkten finden Sie auch die Pflegeberater der Pflegekassen.

Pflegetagebuch

Detaillierte Dokumentation des nötigen Pflegeaufwandes.

Pflegezeit

Pflegezeit bedeutet, dass Sie einen Anspruch auf unbezahlte, sozialversicherte Freistellung von der Arbeit für die Dauer von bis zu sechs Monaten haben. Anspruch auf Pflegezeit haben Sie, wenn Sie einen nah verwandten Menschen, bei dem mindestens Pflegestufe I vorliegt, in häuslicher Umgebung pflegen.

S

Sachleistungen, auch Pflegesachleistungen

Um Unterstützung bei der Pflege zu Hause zu erhalten, können Pflege- und Betreuungsbedürftige die Hilfen ambulanter Pflegedienste (Sachleistung) nutzen. Sind diese durch Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen
zugelassen, können Sie Leistungen der Grundpflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung und der häuslichen Betreuung erbringen, deren Kosten innerhalb der geltenden gesetzlichen Höchstbeträge von der Pflegeversicherung übernommen werden. Bis zu welchem Betrag pro Monat die Pflegekassen diese Leistungen finanzieren, hängt davon ab, welche Pflegestufe vorliegt sowie ggf. ob eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt worden ist.

Stationäre Pflege, auch vollstationäre Pflege

Die vollstationäre Pflege wird gewährt, wenn eine häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheit der individuellen Pflegesituation nicht in Betracht kommt. Die Pflegekasse kann die Notwendigkeit der vollstationären Pflege vom MDK prüfen lassen. Bei Pflegebedürftigen mit der Pflegestufe III ist diese Überprüfung nicht erforderlich, da hier die Notwendigkeit der vollstationären Pflege vorausgesetzt wird.

T

Teilstationäre Pflege

Der Pflegebedürftige wird in diesem Fall entweder tagsüber oder nachts im Pflegeheim betreut. So hat der Angehörige die Möglichkeit, seiner Arbeit nachzugehen oder abends und nachts Erholung von der Tagespflege zu finden. Zur teilstationären Pflege gehört auch der Transport von der Wohnung zum Pflegeheim und zurück zur Wohnung. Die Pflegekassen beteiligen sich anteilig an den Kosten für die teilstationäre Pflege.

V

Verhinderungspflege

Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr, die sogenannte Verhinderungspflege. Ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht jedoch erst, nachdem die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat.

W

Wahlrechtserklärung

Bei der Hilfsmittelauswahl sieht das Sozialgesetzbuch ein Wahlrecht des Patienten vor. Das bedeutet, Sie dürfen
bei der Auswahl Ihres Hilfsmittels frei zwischen den Vertragspartnern Ihrer Krankenkasse, also den Leistungserbringern, wählen. Eine Auflistung der Vertragspartner erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.