ALS - Beschreibung

Was ist ALS?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des motorischen Nervensystems. Sie verläuft chronisch-degenerativ, das bedeutet ihr Voranschreiten ist nicht aufzuhalten. Von den Symptomen her ähnelt die ALS anderen neurodegenerativen Erkrankungen. Sichtbar wir das Krankheitsbild durch einen deutlichen Muskelschwund, zunächst an Armen und Beinen, im Anschluss auch im Gesicht und dem übrigen Körper. Synonyme der ALS sind die Bezeichnungen:

  • Charcot-Krankheit
  • Lou-Gehrig-Syndrom
  • Myatrophe Lateralsklerose

Die ALS ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Im Vergleich zu anderen Nervenkrankheiten tritt sie sehr selten auf. Etwa ein bis zwei von 100.000 Menschen erkranken jährlich. Gegenüber allen anderen Regionen auf der Erde ist die Erkrankungsrate in Europa etwas höher. In den meisten Fällen beginnt die Erkrankung zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Erste Warnzeichen sind Muskelschwäche und Muskelschwund in den Extremitäten. Später kommt es zum Abbau der Gesichtsmuskulatur. Muskelkrämpfe und unwillkürliche Zuckungen sind ebenfalls zu beobachten. Die geistigen Fähigkeiten bleiben erhalten, nur selten tritt eine begleitende Demenz auf. Insgesamt unterscheiden Neurologen zwischen drei Formen der ALS:

  • Die sporadische Form: Die ALS hat keine erkennbare Ursachen.
  • Die familiäre Form: Die ALS ist genetisch bedingt und wird von den Eltern an das Kind weitergegeben.
  • Die endemische Form: Hier tritt die ALS in bestimmten Gegenden gehäuft auf. Eine Ursache hierfür konnte noch nicht gefunden werden.