COPD - Behandlung & Therapie

Wie wird COPD behandelt und therapiert?

Obwohl in diesem Bereich viel geforscht wird, ist die COPD nach wie vor unheilbar. Zentrale Behandlungsziele sind daher:

  • Verlangsamung des Krankheitsverlaufs
  • Besserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Linderung der Beschwerden
  • Verbesserung des Allgemeinzustandes
  • Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität
  • Vermeidung von Komplikationen
  • Linderung von Begleiterkrankungen

Die wichtigste Maßnahme ist ein konsequenter und dauerhafter Verzicht auf Zigarettenrauch. Auch das Passivrauchen muss vermieden werden. Weiterhin steht eine Reihe medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlungsoptionen zur Verfügung. Bestimmte Patientengruppen sind für eine Operation geeignet. Sie sind für eine solche Behandlung unter folgenden Bedingungen geeignet:

  • Ein Teil der Lunge kann entfernt und mit künstlichen Ventilen versehen werden. Hierdurch kann der Überblähung und der erschwerten Ausatmung entgegengewirkt werden.
  • Durch eine Lungentransplantation wird das ganze Organ oder Teile der beschädigten Lunge durch ein Spenderorgan ersetzt.

Mithilfe einer sogenannten Nasenbrille können Patienten auch reinen Sauerstoff erhalten, wodurch sich Ihre Leistungsfähigkeit ebenso steigert wie die Lebenserwartung.

Die nicht-invasive Beatmung (NIV für nicht-invasive Ventilation) ist eine Form der mechanischen Beatmung. Sie unterstützt die Atmung des COPD-Patienten durch Verbesserung des Gasaustauschs zwischen Lunge und Blutbahn und Entlastung der geschwächten Atemmuskulatur.

Die NIV kommt dabei mit wesentlich weniger unangenehmen Nebenwirkungen aus als die invasive Variante. Bei Letztgenannter kommt es regelmäßig zu Unwohlsein des Patienten und einem Verlust der Immunabwehr in den Atemwegen. Hierdurch steigt das Infektionsrisiko. 

Nicht-invasive Beatmung erleichtert die Atmung durch:

  • reduzierte Atemarbeit mittels patienten-gerechter Druckunterstützung,
  • Öffnung der oberen Atemwege mit Überdruck,
  • Erhöhung des Atemvolumens durch verbesserten Luftfluss in die Lungen,
  • verbesserte Belüftung und dadurch Eröffnung verschlossener Lungenbläschen

Alle diese Effekte sorgen für eine verbesserte Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus. Die Symptome eines zu hohen Kohlenstoffdioxidgehalts verschwinden.

Linderung sogar schwerer COPD-Verläufe

Eine kurzzeitige NIV hat sich bereits in der stationären Behandlung von COPD-Patienten, deren Krankheitsbild sich zunehmend verschlechterte, bestens bewährt. Auch bei Betroffenen außerhalb des Krankenhauses erhöhte die NIV beispielsweise:

  • den arteriellen Blutgasgehalt
  • die Lebensqualität
  • Überlebensraten über einen Zeitraum von zwölf Monaten

Insgesamt sprechen diese Ergebnisse klar für den Einsatz einer NIV im Rahmen der COPD-Therapie. Ob auf Station oder in der ambulanten Behandlung.