Kehlkopfkrebs - Behandlung & Therapie

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Wie wird Kehlkopfkrebs behandelt und therapiert?

Nach genauer Untersuchung des Tumors unter Narkose wird über die Behandlungsmöglichkeiten entschieden. Zur Verfügung stehen die Optionen:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Im frühen Stadium kann der Krebs meist mit einer teilweisen Entfernung des Kehlkopfs (partielle Laryngektomie) komplett entfernt werden. Liegt der Tumor günstig, erfolgt die Abtragung mittels Laser durch den Mund. Andernfalls erfolgt der Zugang über einen kleinen Halsschnitt. Auf jeden Fall benötigen Sie nach der Operation erst einmal eine künstliche Atemöffnung (Tracheostoma). Hierüber gelangt Luft von außen in die Lungen. Manchmal verbleibt das Tracheostoma lebenslang.

Ist der Kehlkopfkrebs bereits weiter fortgeschritten, muss meist der gesamte Kehlkopf entfernt werden (Laryngektomie). Der Patient kann aufgrund der fehlenden Trennung zwischen Luft- und Speiseröhre nicht mehr normal atmen. Deshalb wird ein Tracheostoma angelegt. Mittels künstlicher Sprachhilfe und Sprachtherapie erlernen die Betroffenen das Sprechen neu. So lernen Sie mit der Speiseröhre eine Stimme zu entwickeln. Hat sich der Krebs auf die umliegenden Hals-Lymphknoten verteilt, werden diese operativ entfernt. Darüber kann eine Strahlen- und Chemotherapie in den folgenden drei Fällen eingesetzt werden:

  • Im Anfangsstadium vom Kehlkopfkrebs
  • Entfernung verbliebener Krebszellen nach einer OP
  • Wenn bei einem Patient die Narkose zu gefährlich wäre

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen in den fünf Jahren nach der Behandlung senken das Risiko einer erneuten Krebserkrankung am Kehlkopf.

Weiterführendes:
Das I.R.L. – Institut für Rehabilitation Laryngektomierter weist den Weg aus der Stimmlosigkeit: Der plötzliche Verlust der Stimme stellt für den Betroffenen eine enorme Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit dar. Daher kommt es im Alltag für die betroffenen Menschen darauf an, durch das Erlernen einer Ersatzstimmtechnik schnell wieder die Fähigkeit zur verbalen Kommunikation zu erlangen. Bei Logopäden finden Patienten, Ärzte und Angehörige immer kundige und berufserfahrene Gesprächspartner. Durch die Kehlkopfentfernung und die daraus resultierende Stimmlosigkeit steht bei der Betreuung der Patienten die stimmliche Rehabilitation im Vordergrund. Ziel der medizinischen und logopädischen Therapie ist die Wiederherstellung der kommunikativen Fähigkeit im Alltag. Die anatomischen Veränderungen nach der Operation führen weiterhin zu einem erhöhten hygienisch-pflegerischen Aufwand (Reinigung und Pflege des Tracheostomas und des Shunt-Ventils, Handhabung der Trachealkanülen und des Tracheostomaschutzes). Viele Patienten benötigen hierbei eine differenzierte Anleitung und Motivation. Von derzeit rund 10.000 in Deutschland praktizierenden Logopäden/innen (Quelle: dbl) arbeiten ca. 5% in der stimmlichen Rehabilitation von laryngektomierten Patienten – eine unzureichende Betreuung. Vor diesem Hintergrund wurde 1990 das I.R.L. – Institut für Rehabilitation Laryngektomierter – gegründet. Das Institut vermittelt die notwendigen ganzheitlichen therapeutischen Behandlungsansätze für die Rehabilitation laryngektomierter Patienten.  Die Website des IRL