Kehlkopfkrebs - Beschreibung

Was ist Kehlkopfkrebs?

Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) stellt eine bösartige Neubildung am Kehlkopf dar. Er zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen des Halses in Deutschland. Männer sind deutlich häufiger betroffen. Symptome und Therapie variieren je nach Art und Lage des Tumors.

Der Kehlkopf trennt Luft- und Speiseröhre voneinander und ist außerdem für die Stimmbildung zuständig. Mediziner nennen den Kehlkopf Larynx und Kehlkopfkrebs Larynxkarzinom oder bösartiger Larynxtumor. Je nachdem, welche Teile am Kehlkopfkrebs befallen sind, unterscheidet man verschiedene Tumorformen:

  • Supraglottische Karzinome: oberhalb der Stimmlippenebene; über 30 Prozent aller Fälle von Kehlkopfkrebs.
  • Glottische Karzinome: auf der Stimmlippenebene (Stimmbandkarzinom); über 65 Prozent aller Fälle von Kehlkopfkrebs.
  • Subglottische Karzinome: unterhalb der Stimmlippenebene; weniger als 1 Prozent aller Fälle von Kehlkopfkrebs.

Der Tumor dringt in das umliegende gesunde Gewebe ein (Infiltration) und zerstört es. Erst im fortgeschrittenen Stadium bildet Kehlkopfkrebs Metastasen. Am häufigsten trifft es Männer ab 50 Jahren. Weil immer mehr Frauen rauchen und Tabakkonsum der Risikofaktor Nummer Eins ist, erkranken zunehmend Frauen. In Deutschland erkranken jährlich schätzungsweise 3.500 Männer und 500 Frauen. Obwohl Kehlkopfkrebs zu den häufigsten Halstumoren zählt, sind Todesfälle durch ihn selten. Bei den Männern macht Kehlkopfkrebs etwa 1,5 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle aus; bei den Frauen nur ein Prozent.