Lungenembolie - Beschreibung

Was ist eine Lungenembolie?

Bei einer Lungenembolie ist eine Lungenarterie verstopft, die das Blut vom Herzen zum Lungengewebe transportiert. Aus diesem Grund sprechen manche Ärzte auch von einer Lungenarterienembolie. Meistens steht eine Thrombose als Ursache dahinter. In der Regel löst sich diese aus den Venen der Unterschenkel und strömt mit dem Blutfluss durchs Herz schließlich in die Lunge. Je nach Größe verstopft der Thrombus (Blutgerinnsel) dort kleinere oder größere Lungenarterien. Damit wird ein Teil der Lunge von Blutkreislauf abgetrennt.

Auch Knochenbrüche können eine Lungenembolie auslösen. Dies geschieht, wenn das fetthaltige Knochenmark über die Blutbahn in die Lungenarterie gelangt. Weitere Lungenembolie-Ursachen sind der Übertritt größerer Mengen von Luft (Luftembolie, zum Beispiel durch fehlerhaft ausgeführte intravenöse Injektionen oder Infusionen) oder Fruchtwasser (bei Schwangeren während der Entbindung) in die Blutbahn.

Lungenembolien können in den kleinsten Gefäßen auftreten und fast symptomfrei verlaufen. Die Erkrankung wird dann manchmal durch Zufall aufgedeckt. Andererseits kann eine Lungenembolie so schwer verlaufen, dass es innerhalb kürzester Zeit zum Kreislaufstillstand kommt. Wenn ein großes Lungenareal betroffen ist, sprechen Ärzte von einer fulminanten Lungenembolie.

Eine beidseitige Lungenembolie führt meistens zum Tod. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 7.000 Menschen an dieser Krankheit. Am häufigsten tritt eine Lungenembolie im Alter zwischen 80 und 85 Jahren auf. In der Schwangerschaft und bei Einnahme der Antibabypille besteht ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.