Lungenembolie - Ursachen

Was sind die Ursachen für eine Lungenembolie?

Es kommen unterschiedliche Ursachen in Betracht. Meistens steckt ein Gefäßverschluss durch eine Thrombose dahinter. Bei neun von zehn Patienten entstammt ein solches Blutgerinnsel aus den Venen von Becken oder Beinen. Durch die untere Hohlvene gelangt dieser Thrombus durch das rechte Herz in die rechte oder linke Lungenarterie. Wird ein großes Gefäß verstopft, treten rasch Beschwerden auf. Häufig ist dies morgens nach dem Aufstehen und der Stuhlentleerung oder einer plötzlichen Anstrengung der Fall. Das Gerinnsel löst sich dann durch Druckschwankungen und gelangt in die Lunge.

Mediziner unterscheiden zwei Arten von Risikofaktoren für eine Thrombose und somit auch für eine Lungenembolie: die sogenannten dispositionellen und die expositionellen Risikofaktoren.

  • Zu den dispositionellen Risiken zählen angeborene (z.B. vererbbare Störungen der Blutgerinnung) und erworbene (z.B. Übergewicht oder chronische Erkrankungen) Faktoren, die die jeweilige Person betreffen.
  • Der Begriff "expositionelles Risiko" fasst alle von außen wirkenden Einflüsse zusammen. Besonders Operationen (z.B. Knie- oder Hüftgelenksersatz, Eingriffe an der Wirbelsäule), schwere Verletzungen der Wirbelsäule, des Beckens und der Beine sowie längere Bettruhe oder Bettlägerigkeit gehen mit einem erhöhten Risiko einher.