Lungenfibrose - Beschreibung

Was ist eine Lungenfibrose?

Bei einer Lungenfibrose nimmt der Bindegewebs-Anteil der Lunge krankhaft zu. Sie wird zur übergeordneten Gruppe der sog. Interstitiellen Lungenerkrankungen zusammengefasst. Viele unterschiedliche Krankheiten können eine Lungenfibrose hervorrufen. Dabei können die Ursachen völlig verschieden sein, die Folgen für die Lunge sind aber identisch. Das Atmungsorgan besteht aus den luftleitenden Anteilen und dem Bindegewebs-Gerüst.

Die luftleitenden Anteile bestehen aus den Bronchien, die sich weiter in die kleineren Bronchiolen aufzweigen und schließlich in den kleinsten funktionellen Einheiten der Lunge – den Lungenbläschen (Alveolen) – münden. Die Lungenbläschen sind von einem feinen Netz aus Blutgefäßen umgeben. Über eine dünne Haut – genannt Alveolarmembran – findet der Gasaustausch statt. Das bedeutet, dass hier der eingeatmete Sauerstoff in das Blut gelangt. Umgekehrt wird das verbrauchte Kohlendioxid aus dem Blut in die Lunge abgegeben und ausgeatmet.

Das Bindegewebe zwischen den luftleitenden Strukturen verleiht der Lunge Stabilität und ist daher unbedingt notwendig. In der medizinischen Fachsprache wird dieses „Gerüst“ Interstitium genannt. Aus diesem Grund sprechen Ärzte bei entsprechenden Störungen in diesem Bereich von interstitiellen Lungenerkrankungen. Vor allem Entzündungen führen zu einer Vermehrung dieses Bindegewebes. Dadurch verdickt sich auch die Wand zwischen Lungenbläschen und Blutgefäß, der Gasaustausch wird ineffektiver. Häufig findet sich keine Ursache für dieses Krankheitsgeschehen.