Mukoviszidose - Behandlung & Therapie

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Wie wird Mukoviszidose behandelt und therapiert?

Weil sich die Ursache, der Gendefekt, nicht beheben lässt, ist die Mukoviszidose unheilbar. Durch eine Reihe von Maßnahmen – Medikamente, Physiotherapie und Ernährungsberatung – lassen sich viele Beschwerden lindern und das Risiko von Komplikationen verringern. Wichtig ist ein früher Beginn der Behandlung, bevor Organschäden auftreten. Dies lässt sich so hinauszögern. Zentrales Behandlungsziel ist die Entfernung des zähen Schleims aus den Organen. Mögliche Methoden zur Behandlung der Atemwege bei Mukoviszidose sind:

  • Atemtherapie/-gymnastik
  • Inhalation von Schleimlösern
  • Klopfmassagen (Schleim lockern)
  • Bronchienerweiternde Medikamente
  • Sauerstoffgabe bei Atemnot
  • Antibiotika bei bakteriellen Infekten
  • Bei schwerer Lungenschädigung: Organtransplantation

Häufig ist bei Mukoviszidose die Funktion der Bauchspeicheldrüse vermindert. Es fehlen Enzyme um lebenswichtige fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) aus der Nahrung herauszulösen. Der Mangel kann durch Vitaminpräparate ausgeglichen werden. Das Gleiche gilt für das Salzdefizit, da hier durch den Schweiß viel Salz verloren geht.

Seit Kurzem steht Patienten ein Medikament zur Verfügung, dass direkt am beschädigten Chlorid-Kanal wirkt und somit die Entgleisung des Salz- und Wasserhaushalts korrigieren kann. Das Präparat wirkt aber nur bei manchen Patienten mit einem ganz bestimmten Gendefekt.