Multiple Sklerose - Beschreibung

Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems (ZNS), zu dem das Rückenmark und das Gehirn inklusive Sehnerv gehört. Die entzündlichen Veränderungen an den Nervenstrukturen führen zu verschiedenen Beschwerden wie Schmerzen, Lähmungen sowie Seh- und Gefühlsstörungen. Die MS ist nicht heilbar, jedoch durch Medikamente gut beherrschbar.

Bei der MS handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. So nennt die Medizin Prozesse, bei der das Immunsystem körpereigene Gewebe fälschlicherweise als fremd ansieht und bekämpft. Bei der MS werden die Hüllen der Nervenzellen (Myelinscheiden) angegriffen und zerstört (Demyelinisierung). Auch die Nerven selber werden beschädigt und leiten infolgedessen die Informationen nicht mehr richtig weiter. Es kommt zu Nervenausfällen.

Weil diese Entzündungen in allen Teilen des ZNS auftreten, sind die Symptome entsprechend vielseitig. Daher wird die MS auch Encephalomyelitis disseminata genannt. Disseminata bedeutet verstreut und Encephalomyelitis steht für die Entzündung im Gehirn. Die MS tritt meist im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren auf. Dabei sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Gesamtzahl der MS-Patienten in Deutschland beträgt etwa 130.000.