Multiple Sklerose - Vorbeugung & Prognose

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Wie kann Multiple Sklerose vorgebeugt werden?

Vorbeugung

Da spezielle Ursachen nicht bekannt sind, lässt sich die Multiple Sklerose nicht vorbeugen. Die Medizin kennt aber einige Faktoren, die den Verlauf negativ beeinflussen. Dazu gehören:

  • Große Operationen
  • Körperliche Belastung
  • Seelischer Stress
  • Fieberhafte Erkrankungen und Infektionen
  • Hormonelle Umstellung (z.B. nach einer Schwangerschaft)
  • Aufenthalt in warmen Klimazonen

Bedenken sie, dass alle medizinischen Maßnahmen mit Einfluss auf Ihr Immunsystem eine Verschlechterung der MS verursachen können. Hierzu gehören die Hyposensibilisierung bei Allergien, Impfungen (v. a. mit Lebendimpfstoffen) und Wirkstoffe (auch pflanzlich), die das Immunsystem anregen.

Prognose

Es hält sich hartnäckig der Glaube, dass MS-Patienten früher oder später an den Rollstuhl gefesselt sind. Dies ist nur noch bei sehr wenigen Betroffenen der Fall. Moderne Behandlungsmethoden erlauben häufig einen günstigen Verlauf. Es vergehen je nach Studie 20 bis 29 Jahre, bis der Patient keine 100 Meter mehr ohne Gehhilfe laufen kann. Früher war dies schon nach 15 Jahren der Fall.

Meistens lässt sich der eigentliche Beginn der Erkrankung nicht mehr klar feststellen. Daher orientieren sich Mediziner am Lebensalter der Patienten: Mit 50 beziehungsweise 60 Jahren können noch 60 beziehungsweise 40 Prozent der Menschen mit MS eine Strecke von hundert Metern ohne Gehhilfe zurücklegen.

Trotz großem Wissen: Mediziner können kaum eine sichere Vorhersage über den Krankheitsverlauf treffen. Einige sind der Ansicht, die ersten zwei bis drei Jahre nach der Diagnose seinen für die weitere Prognose ausschlaggebend. Tatsächlich haben die Patienten mit anfänglich vielen Schüben auch langfristig einen meist schwereren Verlauf. Auch dies trifft aber nicht auf alle MS-Patienten zu.

Auch ein langjährig milder Krankheitsverlauf kann später zu schweren Behinderungen führen. Umgekehrt können sich auch weitreichende Beschwerden zumindest teilweise zurückbilden. Dies ist vor allem zu Beginn und bei schubweisem Auftreten der Fall. Inzwischen sind bestimmte Anhaltspunkte bekannt, die auf den späteren Verlauf hinweisen können.