Schlaganfall - Ursachen

Was sind die Ursachen für einen Schlaganfall?

Drei Ursachen können einen Schlaganfall auslösen:

  • Verschluss einer Arterie im Gehirn durch Arterienverkalkung (Arteriosklerose) oder ein Blutgerinnsel (Thrombus)
  • Hirngefäß-Verschluss durch eine Embolie
  • Hirnblutung (rund 20 Prozent der Fälle)

Die Arteriosklerose ist die häufigste Ursache für einen Schlaganfall und generell den Verschluss von Blutgefäßen. Im Laufe der Zeit verengen sogenannte Plaques – Ablagerungen aus Fett und Zellen – die Blutbahnen. Je dicker die Plaques, desto enger ist das Blutgefäß. Besonders häufig an Arteriosklerose leiden folgende Personengruppen:

  • Bluthochdruck-Patienten (Hypertoniker)
  • Diabetiker
  • Menschen mit hohem Cholesterinwerten
  • Raucher

Wenn die Arterien stark verengt sind, gelangt weniger Blut und damit weniger Sauerstoff in das Versorgungsgebiet. Außerdem können die Plaques einreißen und als Blutgerinnsel ein Gefäß vollständig verstopfen. Dann ist die Sauerstoffversorgung des Hirngewebes vollständig unterbrochen und es entsteht ein ischämischer Schlaganfall.

Bei einer Embolie entsteht die Verstopfung der Ader durch ein Blutgerinnsel. Bekannt ist z.B. eine Lungenembolie. Große Blutgerinnsel entstehen häufig an den Wänden jener Blutgefäße, in denen das Blut langsam fließt. Wenn die Herzvorhöfe sich unregelmäßig bewegen (sog. Vorhofflimmern), können auch im Inneren des Herzens Gerinnsel entstehen und einen Herzinfarkt auslösen.

Hirnblutungen sind der Auslöser für hämorrhagische Schlaganfälle. Sie entstehen durch Risse in den Hirngefäßen. Gefährlich wird es, wenn bereits durch Arteriosklerose geschädigte Blutgefäße einem plötzlichen Blutdruckanstieg ausgesetzt sind. Auch eine krankhafte Aussackung von Blutgefäßen (Aneurysma) kann platzen und Hirnblutungen verursachen. Fallen diese sehr stark aus, spricht der Mediziner von einer Hirnmassenblutung. Dieser Zustand ist akut lebensbedrohlich.